Kennen Sie den Wert Ihrer Dienstleistungen?

Kennen Sie den Wert Ihrer Dienstleistungen?

Wert-Masken

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass Ihr Unternehmen nicht schnell genug auf neue Kundenanfragen reagiert? Dass Ihre internen Mitarbeiter sich zu lange mit administrativen Aufgaben aufhalten, dass das Verhältnis von Nutzen und Aufwand nicht stimmig ist?

Wie reagieren Sie darauf? Sehen Sie darüber hinweg, treiben Sie Ihre Mitarbeiter zu mehr Arbeit an oder erledigen Sie die Arbeit selbst?

Nun dreht sich ja in diesen Wochen hier im Blog alles um das Unternehmersein und die Aufgaben eines Unternehmers. Wenn Sie die bisherigen Beiträge gelesen haben, ahnen Sie sicherlich schon die Antwort. Keines davon ist die richtige Reaktion.

Wie sagte schon Albert Einstein:

“Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.”

Zu den Aufgaben eines Unternehmers gehört auch, sich der “Müllentsorgung” in seinem Unternehmen zu widmen.

Dazu gehört es, ineffektive Abläufe, unproduktive Angebote und auch Kunden, die keinen Deckungsbeitrag bringen, zu erkennen und diese entweder zu optimieren oder sich davon zu trennen.

Überlegen Sie einmal, wie in Ihrem Unternehmen der Ablauf zur Mitarbeiterrekrutierung ist oder wie eine Kundenanfrage behandelt wird. Läuft das alles schon optimal oder gibt es noch viele “unbezahlte” Leistungen? Steht der erzielte Umsatz in einer gesunden Relation zum betriebenen Aufwand?

Oder berechnen Sie mal die Zeit, das Geld (und die Nerven), die Kunden mit nur geringen Umsätzen Sie kosten, die aber ständig Extrawünsche (natürlich unbezahlt) und/oder Beschwerden haben.

Sicherlich kennen Sie das Pareto-Prinzip:

Es besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20% der Ergebnisse benötigen mit 80% die meiste Arbeit.

Nun ist es Ihre Aufgabe, diese 20% Aufwand, die 80% der Ergebnisse bringen, herauszufiltern und den Rest zu “entsorgen”. Das hört sich zwar einfach an, ist aber in der Realität oft nur schwer zu erkennen.

Dazu sollten Sie regelmäßig Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen und Ihre Unternehmensabläufe auf den Prüfstand stellen und schauen, wo Optimierungsbedarf und Kostensenkungspotential besteht.

Eine gute Methode, um dies festzustellen ist die Wertanalyse.

Die Wertanalyse (auch: Funktionskostenanalyse) verfolgt das Ziel, alle für den Wert bzw. die Funktion eines Produkts oder einer Dienstleistung nicht notwendigen Kosten zu erkennen und zu eliminieren…. Es ist ein Verfahren zur Untersuchung von Produkten oder Verwaltungsabläufen mit dem Ziel, diese kosten- und funktionsorientiert zu optimieren. (Quelle: Wirtschaftslexikon24.com)

Nun kennt man diese Methode vor allem aus der Industrie, wenn es um die Kostensenkung von einzelnen Produkten geht, aber man kann diese genauso auf Dienstleistungen und Prozesse anwenden, also auch in der Personaldienstleistung.

Die Wertanalyse beschäftigt sich mit den Wirkungen eines Produkts oder eines Prozesses, die in Funktionen formuliert werden. Es wird überprüft:

  • welche Wirkungen das Produkt oder der untersuchte Prozess überhaupt entwickeln soll,
  • ob alle Wirkungen, die ein Prozess entfaltet, gewünscht oder notwendig sind,
  • ob sich die gewünschten Wirkungen mit anderen Lösungen kostengünstiger und besser realisieren lassen,
  • welchen Preis ein Kunde bereit ist, für die Wirkung zu bezahlen. (Quelle: Wikipedia)

Mit Hilfe dieser Methode analysieren Sie die Teilfunktionen eines Prozesses, stellen die Notwendigkeiten der einzelnen Funktionen und deren Nutzenbeiträge fest. Betrachten Sie die einzelnen Funktionen dabei genau: Sind diese nötig für die gewünschte Wirkung des Prozesses, wie kann man diese kostengünstiger gestalten, bezahlt der Kunde diese Funktionen mit?

Das können Sie natürlich nicht allein entscheiden. Dafür sollten Sie ein kleines Team bilden, in dem auf jeden Fall auch die Mitarbeiter sein sollten, deren Arbeitsgebiet es betrifft. Erstens arbeiten diese täglich mit den Prozessen, sind also nah dran an der Materie. Daher haben diese oft sehr gute Ideen und Vorstellungen, wie was effizienter funktionieren kann. Zweitens beziehen Sie die betroffenen Mitarbeiter von Anfang an in die Lösungsfindung mit ein und erhöhen so die Wahrscheinlichkeit, dass diese auch die Lösung mittragen und umsetzen.

Denn auf dem Papier kann man viel planen, wenn es keiner umsetzt, dann bleiben es nur schöne Pläne.

Je nach untersuchten Prozess kann es auch Sinn machen, einen Vertreter des Kunden oder eines Lieferanten mit einzubeziehen.

Wichtig ist ebenfalls, die Ideenfindung nicht von vorne herein zu stark zu begrenzen. Die Teammitglieder sollen auch ungewöhnliche Lösungsansätze äußern können.

Um es nochmal mit den Worten von Albert Einstein zu sagen:

“Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorne herein ausgeschlossen erscheint.”

Also verwerfen Sie nicht sofort alles, was Ihnen abnorm erscheint. Haben Sie Mut zur Lücke! Vielleicht ist gerade diese Idee der eine Punkt, der Ihren Prozess und damit Ihr Unternehmen unverwechselbar macht und Sie so von der Konkurrenz unterscheidet.

Am Ende der Wertanalyse sollte ein Prozess oder ein Produkt stehen, dass die gewünschten und vom Kunden bezahlten Funktionen liefert und zugleich kostengünstiger ist.

 

Haben Sie schon Erfahrungen mit Wertanalysen gemacht und damit Ihre Produkte und Prozesse betrachtet? Ich bin sehr gespannt auf Ihre Berichte!

 


 

In den nächsten Wochen dreht sich hier im Blog alles um das Thema Unternehmer werden und sein.

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